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Katzensprache

Katzen reden mit dem ganzen Körper: mit Schwanz, Ohren, Augen und einer erstaunlichen Auswahl an Lauten.

Der Schwanz verrät die Stimmung

Senkrecht nach oben

Freundliche Begrüßung. „Schön, dass du da bist!“

Oben mit gekrümmter Spitze

Neugierig, gut gelaunt und offen für ein Spiel.

Hin und her peitschend

Gereizt oder hochkonzentriert. Jetzt lieber in Ruhe lassen.

Aufgeplustert wie eine Flaschenbürste

Schreck oder Angst, die Katze will größer wirken.

Tief oder eingeklemmt

Unsicher oder ängstlich, sie braucht Abstand.

Ohren und Augen

Ohren nach vorn

Aufmerksam und interessiert.

Ohren seitlich oder flach

Angst oder Abwehr. Die „Flugzeugohren“ sind ein klares Warnsignal.

Langsames Blinzeln

Vertrauen. Blinzle langsam zurück, viele Katzen antworten darauf.

Große, runde Pupillen

Aufregung, Spieltrieb oder Angst, je nach Situation.

Miauen ist für uns Menschen

Erwachsene Katzen miauen untereinander kaum. Das Miauen haben sie vor allem für uns entwickelt, und jede Katze hat ihr eigenes Repertoire: ein kurzes Miau zur Begrüßung, ein langgezogenes, wenn der Napf leer ist, ein forderndes vor der verschlossenen Tür.

Schnurren

Schnurren bedeutet meistens Wohlbefinden. Katzen schnurren aber auch, wenn sie gestresst sind oder Schmerzen haben, um sich selbst zu beruhigen. Wie genau das Geräusch entsteht, ist erstaunlich gut erforscht: Muskeln am Kehlkopf schwingen dabei sehr schnell hin und her.

Gurren und Trillern

Ein freundliches „Brrrp“ ist eine Begrüßung unter Freunden. Katzenmütter rufen so ihre Kitten. Viele Katzen trillern, wenn sie nach Hause kommen oder ihren Menschen entdecken.

Fauchen und Knurren

Das ist eine deutliche Warnung: Bis hierhin und nicht weiter. Eine fauchende Katze will keinen Streit, sondern Abstand. Am besten gibt man ihr Raum und Zeit.

Keckern am Fenster

Sitzt die Katze am Fenster, sieht einen Vogel und macht seltsame, schnatternde Laute, nennt man das Keckern. Es ist eine Mischung aus Jagdfieber und Frust, weil die Beute unerreichbar ist.

Das langsame Blinzeln

Forschende der Universität Sussex haben 2020 gezeigt, dass Katzen eher auf Menschen zugehen, die sie langsam anblinzeln. Probier es aus: Augen halb schließen, langsam zu und wieder auf. Das ist so etwas wie ein Katzenlächeln.

Quellen: Humphrey u. a., Scientific Reports 10 (2020) zum langsamen Blinzeln; allgemeine Fachliteratur zur Katzenkommunikation.

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